HUNTENKUNST 2026
 
 

VERANSTALTUNG FÜR KUNST IM INDUSTRIEPARK IN ULFT NIEDERLANDEN

29.05.2026 BIS 31.05.2026

DIENRIEM 11
NL 7071 TJ ULFT
NIEDERLANDE
 
 
DONATION JOHN CAGE
 
 

DIE BÜSTE VON JOHN CAGE (*05.09.1912-12.08.1992) PLASTIK GUDRUN CORNFORD

WIRD AM 05.09.2026

AN DIE JOHN CAGES ORGEL-STIFTUNGIN HABERSTADT FEIERLICH ÜBERREICHT.

 
 
AUSSTELLUNG VON DER FIGUR BIS ZUR LINIE
 
 

VERNISSAGE 06.07.2025 11:00 UHR

STAATSPARK FÜRSTENLAGER
LUFTKURORT
BENSHEIM-AUERBACH

06.07.2025-27.07.2025

IMMER SAMSTAGS 14:00 BIS 18:00 UHR

UND SONNTAGS 11:00 BIS 18:00 UHR

 
     
 
 
     
 
AUSSTELLUNG GLÄSERNE WELTEN
 
 

VERNISSAGE 08.06.2025 11:00 UHR

GALERIE IM HOFGUT
KIRCHSTRAßE 24
64354 REINHEIM

08.06.2025-22.06.2025

IMMER SAMSTAGS UND SONNTAGS

13:00 BIS 18:00 UHR

 
     
 
 
     
 
AUSSTELLUNG KUNST-RÄUME
 
 
 
 
 
     
 
AUSSTELLUNG DARMSTADT INSPIRIERT
 
 

AUSSTELLUNG DARMSTADT INSPIRIERT

VERNISSAGE: 17.05.2024
BEGRÜSSUNG: OBERBÜRGERMEISTER HANNO BENZ
EINFÜHRUNG: GERD OHLHAUSER

 

ATELIERHAUS DARMTADT
RIEDESELSTRAßE 15
64283 DARMSTADT

17.05.24-02.06.24

 
     
 
 
 
JOHN CAGE KOMPONIST USA 2024
 
   
     
 
AUSSTELLUNG "SAVE THE CHILDREN" 2024
 
 

AUSSTELLUNG "SAVE THE CHILDREN" 2024

50 JÄHRIGES JUBILÄUM
BBK DARMSADT SÜDHESSEN

20.06.24-16.07.24

 
     
 
 
     
 
AUSSTELLUNG GLASKUNST
 
 

AUSSTELLUNG BAYERN MEETS HESSEN GLASKUNST

GLASMUSEUM IMMENHAUSEN
AM BAHNHOF 3
34376 IMMENHAUSEN
29.07.2023 - 26.11.2023
 
     
 
AUSSTELLUNG DAS ZWEITE GESICHT
 
 
 
 

AUSSTELLUNG DAS ZWEITE GESICHT

GALERIE IM HOFGUT
64354 REINHEIM
17.09.2023 - 01.10.2023
 
     
 
 
 

AUSSTELLUNG GLAS

ATELIERHAUS DARMTADT
RIEDESELSTRAßE 15
64283 DARMSTADT
05.03.2023 - 25.03.2023
 
     
 
VORANKÜNDIGUNG
 
 

DAS ZWEITE GESICHT
ARIEL AUSLENDER / GUDRUN CORNFORD
26.11.2023 - 10.12.2023
MOMENTAUFNAHMEN, BRUCHSTÜCKHAFT,
WILLKÜRLICH AUS DEM LEBEN GEGRIFFEN,
DEN ZWIESPALT DES DUALEN CHARAKTERS
IMMER IM BLICK.
 
     
 
III. SOMMERAKADEMIE 2022
 
 
 
 

 

III. SOMMERAKADEMIE 2022

ATELIERHAUS DARMTADT
RIEDESELSTRAßE 15
64283 DARMSTADT
29.07.2022 - 14.08.2022
 
 
 
TABU
 
 
 
 
 
 

TABU
ATELIERHAUS DARMTADT
RIEDESELSTRAßE 15
64283 DARMSTADT
26.11.2021 - 19.12.2021
FR + SA + SO  16:00 - 19:00 (CORONA G2)
 
     
 
KUNST IM KELLERGARTEN DIRMSTEIN
 
 

FIGURATIONEN
ATELIERHAUS DARMTADT
RIEDESELSTRAßE 15
64283 DARMSTADT
29.8.2021 - 03.10.2021
TÄGLICH  9:00 - 19:00
 
 
 

 
     
 

SOMMERAKADEMIE THEMA: LIFE DRAWING

 
 

EXPERIMENTELLES FREIHANDZEICHNEN
MIT MEHREREN AKTMODELLEN
ATELIERHAUS DARMTADT
RIEDESELSTRAßE 15
64283 DARMSTADT
2.-6. AUGUST 2021
MO-DO 10:00 - 12:00 UND 13:00 - 16:00
FR 10:00 - 12:00
WEITERE INFORMATIONEN
INFO@GUDRUN-CORNFORD.DE
 
 
 
 
AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNG
 
 
 
 
 
 
VITA TEXT VON KUNSTHISTORIKER DR. HELD
 
 
 

Das Zeichnen, so wichtig wie das Atmen Gudrun Cornford beherrscht gleichermaßen Porträt, Relief und Skulptur Ein universelles Thema: Es ist das Menschenbild, um das Gudrun Cornfords künstlerisches Tun seit je kreist, in zeichnerischen ebenso wie im plastischen Werken. Was sie von vielen Kollegen unterscheidet, ist wie breit sie dabei positioniert ist, gestalterisch wie geistig. Ältere Skulpturen weisen sie aus als solide verwurzelt in der Linie der Klassiker wie Rodin, Degas und Maillol. Was sie seither jedoch nicht gehindert hat, für ihre Figurenwelt experimentelle Methoden und Materialien auszutesten wie die Transparenz von Maschendraht oder die Zufallsverläufe von farbigem Glasguss. „Bewegung“ und „Dynamik“ lauten die Schlüsselbegriffe, wenn Cornford selber über ihr Schaffen spricht. Das teilt sich in der komplexen Körperhaltung der Einzelfigur mit oder im Zueinander der Formen in Figurenpaar oder -gruppe. Ein genaues Vertrautsein mit dem anatomischen Sachverhalt immer vorausgesetzt. Tatsächlich ist die Bildhauerin hier nicht denkbar ohne die Zeichnerin. Der kontinuierliche Umgang mit Stift und Papier fürs Studium am lebenden Modell ist für Gudrun Cornford etwa so wichtig wie das Atmen. Akt und Porträtzeichnen – seit rund dreißig Jahren hat sie dafür Lehraufträge an der Hochschule Darmstadt; zudem unterrichtet sie Studenten, wie man Figuren in Ton aufbaut. Ebenfalls weit zurück reichen Kurse, die sie und ihre Schüler ins Hessische Landesmuseum Darmstadt führen, etwa anlässlich Sommerakademien zum Erwerb von Grundtechniken der Radierung. Motto ihrer Didaktik: „Man muss immer kämpfen. Man bekommt nichts geschenkt.“ Das hat eine Vorgeschichte, lässt sich von ihrer brotberuflichen Biographie nicht trennen. Die in Freiburg als Tochter eines Bildhauers Geborene durchlief zunächst eine Ausbildung zur Grafikerin im nahen Basel, schon damals mit dem Schwerpunkt Freies Zeichnen. Auf ein Intermezzo in der Werbebranche in London folgte eine langjährige Tätigkeit als Buchillustratorin, mit wichtigen Aufträgen, wen wundert's, auf medizinisch-anatomischem Gebiet. Parallel dazu entwickelte sich ihre freikünstlerische Karriere. Die zu viele unterschiedliche Werkserien erbracht hat, um hier auf alle einzugehen. Daher die Konzentration auf das, was Gudrun Cornford in den letzten drei Jahren umgetrieben hat. Es sind dies Porträtbüsten und -köpfe, lebensgroß, modelliert in gebranntem Ton, anschließend golden gefasst – aus Kostengründen wurde bisher nur eine kleine Auswahl in Bronze gegossen. Was ästhetisch gar kein Verlust ist. Die Künstlerin bringt in puncto Patinierungsverfahren so viel Geschick ein, dass die warm und nie grell schimmernden Resultate einen großen sinnlichen Reiz verströmen. Für diese Serie hat Cornford nur ausnahmsweise nach dem lebenden Vorbild gestaltet. In der Regel waren Grundlage ihrer Arbeit Archivfotos, oft VIPs wie die Schriftsteller Honoré de Balzac, Oscar Wilde, Somerset Maugham, Komponisten wie Gustav Mahler oder John Cage. Dann aber wieder eine anonyme Frau aus Pakistan oder Vietnam. Es ist stets das Individuum, von dem die Künstlerin sich angesprochen fühlen muss. Ob es nun ein dandyhafter Typ mit breitem Revers, Krawatte und sorgfältig coiffurter Mähne ist, ein toller weiblicher Vamp mit vielfach durchbrochenem Netzstoff-Decolleté – oder eben eine von Entbehrung und Elend geprägte Person mit zerfurchter Haut, altersschlaffem Fleisch und ins Asymmetrische verrutschter Physiognomie. An beiden Extremen bewährt sich Gudrun Cornfords feinfühliges plastisches Können, zeigt sich ihre zielsichere Handschrift. Die je nach Modell mal mehr impressionistisch mit dem Licht spielt, expressionistisch zerwühlt daherkommt oder neusachlich geglättet. Es gibt Porträts, die wissen wie ihre Vorbilder zu glänzen mit äußerlicher Schönheit. Andere jedoch geben auf den zweiten Blick eine andere, innere Schönheit preis, die mehr zu tun hat mit dem Ausdruck von Lebenserfahrung, verarbeitetem Leid, Abgeklärtheit. Als Mitglied im BBK, Regionalverband Darmstadt-Südhessen, nimmt Gudrun Cornford teil an dessen Gemeinschaftsprojekten. In einer Kollegengruppe ganz aufzugehen ist freilich nicht ihr Ding. Ihrem Temperament entspricht mehr das „Sich-Zurückziehen“ ins Atelier im Wohnhaus in Zeilhard/Odenwald und das „Aus-sich-selber-heraus-Schaffen“. Unterbrochen von selbst initiierten Ausstellungen mit wechselnden Partnern auf der Basis eines gemeinsamen Themas oder Metiers. So lief im Herbst 2023 in der Galerie im Hofgut Reinheim unterm Titel „Das zweite Gesicht“ eine Doppelschau, für die ihre plastischen Porträts kultureller Berühmtheiten vereint waren mit Gemälden von Ariel Auslender. Am selben Ort werden im Sommer kommenden Jahres ihre Glasskulpturen zu sehen sein im Dialog mit denen von Reiner Schlestein, der sie einst in die ungewöhnliche Technik eingeführt hat.

Textverfasser Kunsthistoriker Dr. Roland Held